Der Beetzsee

Wer kennt es nicht, das beliebteste Gewässer in Brandenburg an der Havel. Wo der Legende nach der alte „Fritze Bollmann“ beim Angeln ertrank und er danach durch ein bekanntes Lied berühmt wurde.

Der See ist ca. 19 km lang. Seine tiefsten Stellen betragen bis zu 8m, im Schnitt aber 2,5m – 3,00m. Der Uferbereich ist fast durchgängig mit Schilf bewachsen. Die Wasserqualität hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Durch Algenwachstum in den Sommermonaten variiert der Trübungsgrad je nach Sonnenintensität.

In seinem Verlauf verengt er sich an 3 Stellen und wird hier durch Strenge verbunden. Er grenzt im Süden an das Stadtgebiet Brandenburg/Stadt. Im nördlichen Verlauf an die Gemeinden Brielow, Radewege, Beetzseeheide, Butzow, Ketzür, Gortz und Päwesin.

Der gesamte See kann mit Motorbooten befahren werden. Uferangeln ist nur von wenigen Stellen aus möglich. Das Angeln vom Boot aus hat absolute Priorität. Das Gewässer wird wassersportlich genutzt. Der See wird, wie das gesamte Havelgewässersystem, von der Fischerei intensiv genutzt. Das Aufkommen von Brassen, Rotaugen und Güstern ist über das gesamte Gewässer verteilt. Ein guter Einstand für die Rapfenangellei sind die Wehrausläufe im südlichen Bereich. Hier finden sich auch immer wieder gute Zander, Barsche und Hechte ein. Mit etwas Glück überlistet man auch den ein oder anderen stattlichen Waller. Die Aalangler kommen hier auch auf ihre Kosten. Der Bereich des „kleine Beetzsee“ im südlichen Teil ist für eine gute Barschangelei die richtige Adresse. Erfahrene Angler erkennen vor Ort sofort was zu tun ist.

Zielfisch Nummer 1 ist der Zander. Viele Petrijünger tun sich sehr schwer mit dieser ,,Wasserzicke“. Aber ich kann Euch trösten, es ist und bleibt eine nicht einfache Sache und auch unsere Topangler fahren sich oft mal eine „Null“ ein. Die beste Zeit scheint erfahrungsgemäß der Juni zu sein. In dieser Zeit kann man richtig Spaß haben und es läuft rund! Es gibt ca. 8 Hotspots (in der Saison ganz leicht auszumachen). Aber auch die anderen Monate bringen ihre Fische. Der Herbst, wenn alles ruhiger wird, ist auch eine gute Zeit.

Schöne Hechte werden immer wieder gemeldet. Selbst wenn der See ordentlich trüb ist, gehen die Räuber auf alle möglichen Kunstköder. Farben bei Gummishads/Stinte sind dann schrill pink und leuchtchartreuse, gelb und sattgrün. Ihr solltet die Größen zwischen 8-15 cm probieren. Klassiker, wie Blinker und Spinner gehen gut. Die Größe muss man antesten. Auf Hechte sollte man auch ein paar gute Wobbler und Jerks einpacken. Ruten von Shimano, Daiwa, Gamakatsu, Spro, ABU, Fox, Penn u.v.m. in den Längen 2,10m-2,70m und WG 30g bis 50g sind die richtige Wahl zum gezielten Zanderangeln. Rollen von Shimano oder Daiwa als 2000er bis max 3000er Größen verwenden.

Karpfenangler haben in diesem Gewässer von Land aus schlechte Karten. Es schwimmen mit Sicherheit einige Exemplare umher, aber hier würde ich Euch andere Gewässer empfehlen. Gezieltes Aalangeln empfiehlt sich in den Abend - und frühen Morgenstunden an den Schaarkanten bei 1,50 - 2,50m Wassertiefe oder im Frühjahr direkt an den Schilfkanten. Wie sich die Schleiensituation entwickelt, müßen wir abwarten, da tut sich was!

Für eine erfolgreiche Angelei stellt Fishing Pro Euch ganz gezielt das richtige Material zusammen und stellt die aktuellen Infos bereit. Weiterhin erhaltet Ihr alle Angelkarten und natürlichen Köder für dieses Gewässer bei uns. Wenn sich die Berufsfischerei entschließen würde streng nachhaltig auf diesen See zu fischen aber auch jeder Angler sich an die geltenden Regeln halten würde, sollte sich der Beetzsee zu einem Zanderhotspot mit überregionaler Bedeutung entwickeln können.

Gewinner wären alle! Fischer, Angler,Tourismus u.s.w....!

Petri Heil Euer Frank Pietzarka